*Erste Schritte

im neuen Zuhause*


Sicherlich haben Sie schon alles besorgt, was die Katze an Ausstattung

und Futter benötigt.

Es hat sich als sinnvoll erwiesen, zunächst einen gemütlichen Raum ohne allzu viele

Versteckmöglichkeiten für die Katze vorzubereiten.


In diesem Raum wird alles untergebracht, was die Katze benötigt:


- Kratzbaum

- Futterstelle

- Wassernapf

- Katzentoilette

und

- Spielzeug


Bitte verwenden Sie zunächst nur das gewohnte Futter und auch die gewohnte

Einstreu sowie den Toilettentyp, den die Katze bereits kennt.

Ein Umzug ist schon Stress genug, Veränderungen, die Sie gerne vornehmen würden,

verschiebt man auf die Zeit nach der Eingewöhnungsphase.

Kommt man mit dem neuen Familienmitglied zu Hause an, bringt man den

Katzenkennel in dieses Zimmer und schließt die Tür.


Bild: Roald Brosig ( Esther von Papadoupolos )


Kinder und andere Katzen oder auch der Familienhund

haben zunächst keinen Zutritt.


Nun öffnet man die Tür des Transportbehälters und wartet ab.

Je nach der individuellen Persönlichkeit wird die Katze nun entweder sofort

aus der Transportbox kommen oder aber im geschützten Versteck bleiben wollen.

Widerstehen Sie bitte der Versuchung, die Katze aus dem Kennel zu ziehen

und sprechen Sie mit sanfter Stimme mit der Katze.

Halten Sie Abstand und warten Sie, bis die Katze von sich aus den Behälter verlässt.

Macht das Tier nach einer Stunde noch keine Anstalten herauszukommen,

können Sie versuchen, es mit einem Spielzeug, wie zu Beispiel

einer Katzenangel, herauszulocken.

Auch ein besonders leckerer, duftender Futterhappen kann helfen.

Zieht die Katze es vor, im Versteck zu bleiben, hat sie vermutlich viel Angst.

Verlassen Sie in diesem Fall das Zimmer und warten Sie ein paar Stunden ab,

bis Sie wieder hineingehen.



Lassen Sie dem Kätzchen die Zeit, die es braucht


In dieser Zeit hat die Katze sicher bereits den Tranportbehälter verlassen,

den Raum erkundet und vielleicht auch schon ein dringendes Geschäft erledigt.

Viele Katzen sind nach dem Umzug zunächst so aufgeregt, dass sie die Nahrung

erst einmal verweigern.

Das ist durchaus in Ordnung, solange die Katze trinkt.

Bei einem Jungtier kann man durchaus 24 Stunden abwarten,

bevor man den Tierarzt aufsucht.

Bei einer gut genährten erwachsenen Katze auch 2 Tage, wenn sie einen

munteren Eindruck macht, trinkt, die Toilette aufsucht und die

Ausscheidung normal sind.

Nach dieser Zeitpsanne sollte aber ein Tierarzt zu rate gezogen werden.


Der forsche und neugierige Typ


Gehört Ihre neue Katze zum forschen Typus, der sofort aus dem Kennel maschiert

und sein neues Reich in Besitz nimmt, kann man schon früh beginnen, der Katze

weitere Räume des Hauses zu zeigen. Hat man bereits Katzen zu Hause,

sollte man allerdings sicherheitshalber jeden Neuzugang so lange im Quarantänezimmer

belassen, bis geklärt ist, ob das Kätzchen wirklich gesund ist.

Hierzu bietet sich immer ein Besuch beim Tierarzt an, der das Kätzchen

nochmals gründlich untersucht.


Die Zeit in der Quarantäne hat zudem den Vorteil, dass die neue Katze bereits den

*Hausgeruch* angenommen hat, wenn sie den anderen Katzen begegnet,

Sie riecht dann nicht mehr fremd und wird eher akzeptiert.


Die scheue, ängstliche oder gar angstaggressive Katze hat bei der Eingewöhnung deutlich

mehr Schwierigkeiten als der forsche neugierige Typ.

Hält die Katze von sich aus zum Menschen Distanz, sollte man sie

mit Spielangeboten locken, aber sie nicht bedrängen.


Neue Menschen werden erst ins Zimmer gelassen, wenn sie wenigstens einer Person

etwas vertraut. Gerade Kinder freuen sich zwar riesig über den

Neuzugang und werden sicher quengeln, wenn sie zunächst nicht zur Katze dürfen,

es erleichtert aber die Eingewöhnung, wenn man dem Tier zunächst die Ruhe

gönnt, die es braucht, um sich in der neuen Umgebung zurechtzufinden.

Stellt man die Katze schließlich den Kindern vor, bittet man sie, sich ruhig und leise

zu verhalten.

Ein Spiel mit dem Federwedel oder der Katzenangel macht Kindern und Katze Spaß.

Hochgenommen wird die Katze frühestens, wenn sie sich bereits problemlos

streicheln lässt. Duldet sie das Hochgenommen-Werden nicht, lässt

man sie wieder herunter, wenn sie sich einen Moment lang ruhig verhält.

Es gibt Katzen, die sich überhaupt nicht gerne auf den Arm nehmen lassen

und nicht getragen werden wollen.

Dafür kommen sie aber gern auf das Sofa und liegen entweder auf dem Schoß oder

aber neben dem Menschen.

Das sollte man akzeptieren können.


Bild: Roald Brosig (Ferrys von Papadoupolos)


Verbringen Sie Ihre Zeit bei dem Kätzchen


Gerade bei den schwierigen Katzentypen hat es sich als günstig erwiesen,

einfach Zeit bei dem Tier zu verbringen, ohne die Katze zu offensichtlich zu beachten.

Man setzt sich in einen Sessel und liest gemütlich ein Buch.

Da die Katze von sich aus neugierig ist, wird sie sicher irgendwann den neuen

Menschen beriechen wollen.

Man verhält sich dabei völlig passiv, spricht aber lockend und sanft mit dem Tier,

wenn es den Kontakt zum Menschen sucht.

Reibt es den Kopf am Bein oder an der Hand des Menschen, hat man schon eine

große Schlacht gewonnen.

Bis das Eis bricht, kann es bei schwierigen erwachsenen Katzen auch

einmal Monate dauern, bis sie sich das erste Mal anfassen lassen.

Auch Jungkatzen, die als *Windlinge* ohne Menschenkontakt aufwuchsen,

sind oft problematische Gesellen und stellen die Geduld des Menschen auf die Probe.

In ganz problematischen Fällen kann es auch von Vorteil sein,

einfach die Nacht bei dem Kätzchen zu verbringen.

Schlafende Menschen wirken viel ungefährlicher, und so mancher

Angsthase in Katzengestalt wagt schließlich den Sprung auf die warme Bettdecke

und rollt sich gemütlich bei dem Menschen zusammen, den er tagsüber nur aus der

obersten Schrankecke mit weit geöffneten angstvollen Augen angestarrt hat.


Raus aus der Quarantäne


Ist die Katze so weit, dass sie problemlos frisst,

die Toilette besucht und den Menschen ein wenig vertraut,

werden nach und nach die restlichen Zimmer des Hauses beziehungsweise

der Wohnung erkundet.


Damit auch Ihre Nachbarn Bescheid wissen, dass eine neue Samtpfote ins

Haus/Wohnung eingezogen ist,

können Sie hier den Fleyer


*Ich bin neu hier*


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