PKD = Polylyzytische Nierenerkrankung


Pathogenese und Klinisches Bild


Die Erkrankung zeigt sich in mit Urin gefüllten, einen Millimeter bis mehrere Zentimeter großen Bläschen (Zysten), die sowohl

von den proximalen als auch distalen Nierentubuli ausgehen können und sowohl in der Nierenrinde als auch im Nierenmark

auftreten. Das Endstadium ist, wie bei der PKD des Menschen, eine Zystenniere. Gelegentlich werden auch Zysten in der Leber

und in der Bauchspeicheldrüse beobachtet.


Klinische Symptome treten zumeist erst im Spätstadium der Erkrankung auf, wenn große Bereiche des Nierengewebes betroffen

sind. Die Vergrößerung der Niere lässt sich dann unter Umständen bereits ertasten und die Tiere entwickeln allmählich Anzeichen

eines Nierenversagens mit herabgesetztem Appetit, vermehrtem Durst, vermehrtem Harnabsatz und Gewichtsverlust. Nach nicht

abgeschlossenen genetischen Untersuchungen lässt sich vermuten, dass dieses Stadium bei reinerbig betroffenen Tieren wesentlich

früher auftritt als bei mischerbigen.


Diagnostik


Die Zysten können oft bereits ab der 6. bis 8. Lebenswoche durch eine Ultraschalluntersuchung nachgewiesen werden. Da sich die

Krankheit jedoch allmählich entwickelt, ist ein sicherer Ausschluss erst mit höherem Lebensalter möglich. Im Alter von vier

Monaten ist bereits eine 75 prozentige Vorhersagesicherheit möglich, mit acht Monaten liegt diese bei 91 %. Daneben gibt es

einen Gentest, mit dessen Hilfe Träger der PKD-Veranlagung vom Typ PKD1 identifiziert werden können. Entwickelt wurde er

von Leslie Lyons (University of California, Davis).


Behandlung und Bekämpfung


Eine Therapie der Erkrankung ist nicht möglich, es kann lediglich eine symptomatische Therapie zur Minderung der

Krankheitserscheinungen durchgeführt werden.


Die Bekämpfung richtet sich auf das frühzeitige Erkennen erkrankter Tiere und dem Ausschluss positiver Tiere aus der Zucht.

Mit der Anpaarung zwischen einer polyzystisch-heterozygoten Katze mit einer PKD-freien Katze ist es möglich, PKD-freien

Nachwuchs zu züchten. Da aus solch einer Verpaarung aber auch Tiere mit PKD fallen können, ist sie nach §11b des deutschen

Tierschutzgesetzes nicht erlaubt: Sie wird im Gutachten zum Verbot von Qualzüchtungen unter „Weitere monogen vererbte

Einzeldefekte und Erkrankungen“ als „Qualzucht“ eingestuft.


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von WIKIPEDIA (Brandon Harris)




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